
Kleine bunte Meile abseits großer Ströme
Mitte. Sie hat Tradition, die Kleine, Bunte für den kleinen Rummel zwischendurch: Zum Schlendern, Schmausen und Spielen quetscht sie sich Jahr für Jahr – abseits des großen Stroms in der City und beim Fischereihafen-Rennen – zwischen Deutschem Schiffahrtsmuseum und „Seute Deern“, die Pfingstfest-Meile, die Fischhändler Horst Degenhardt vor 26 Jahren hier etabliert hat.
Hunderte flanierten dieses Wochenende wieder entlang der rund 20 Buden mit süßen und pikanten Schmankerln von der Knoblauchgurke bis zum Crêpe, mit Kram und Kunst und Kinderspaß. Man lauschte den Shantys des Maritim-Chores Luv und Lee, applaudierte der Seatown Linedance Company zum Country-Klang – oder hockte längs der Kaje in der Sonne, mit Eis- und vollen Einkaufstüten. „Die Kinder sind hier glücklich und zufrieden, beschäftigt und an der frischen Luft, und wir auch“, fasst Nicole Gagel aus Loxstedt es für ihren Mann Nils und die Lütten Lena und Luca zusammen. „Bloß schade, dass die Buden zwischen Spielplatz und Mediterraneo so weit voneinander weg stehen.“ Das stört das Rucksack-Pärchen vor der „Seute Deern“ gar nicht. „Wir kommen so gern zum Pfingstfest und zum Bummeln aus Hamburg in die alte Heimatstadt“, erzählt Dieter Hellwege. „Ich bin hier weg, als die Werften koppheister gingen, aber wir fahren drei, vier Mal im Jahr wieder her, ist ja nicht weit.“
Als Spendenaktion für die Initiative „Rettet den Leuchtturm Rotersand“ hatte Horst Degenhardt die Kurzweil einst organisiert, „damals blieben rund 1000 Mark für den Förderverein übrig“, erzählt der 72-Jährige. Heute kann er mit den Standgebühren zwar das Programm finanzieren, „aber übrig bleibt nichts.“ Trotzdem, verspricht er, „gibt es 2011 wieder Pfingstfest.“ (sus)
Quelle www.nordsee-zeitung.de
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