 Berne: 140 feiern im „Schlaraffenland“
Frauentag Festakt in der Comeniusschule mit buntem Programm und zahlreichen Höhepunkten
Else Belsemeyer führte gekonnt durch die Veranstaltung. U. a. wurde in der Pausenhalle auch ein Schnell-Tanz-Kursus geboten.
von Renate Detje
Berne - Der 8. März ist den Frauen gewidmet. Er steht für Emanzipation, Gleichberechtigung und faire Behandlung der Frau weltweit. Die deutsche Sozialistin Clara Zetkin war 1910 eine der ersten, die sich für einen Frauentag stark machte. Inzwischen geht diesem Tag allerdings die „historische Dimension“ verloren, sagt heute Deutschlands berühmteste Feministin Alice Schwarzer und fordert seine Abschaffung. Davon wollten die 140 Frauen, die zum 3. Berner Gemeindefrauentag in die Pausenhalle der Comenius-Schule gekommen waren, aber nichts wissen.
Ein buntes Programm mit Tanz, Gesang und leckeren Köstlichkeiten sorgte vom ersten Moment an für Feierstimmung. Nach der Begrüßung durch die Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde, Stefanie Hanft, führte in bekannter und bewährter Weise als Moderatorin Elke Belsemeyer durch den Abend. Ihre erste Ansage galt der „Seatown Line Dance Company“ aus Bremerhaven. In sieben Tänzen zeigten die Frauen im Westernlook Formationstanz
zu Country- und Popmusik. Der achte Tanz war mutigen Berner Frauen vorbehalten. In einem Schnellkurs wurden sie in die Grundschritte eingewiesen und umjubelt vom Publikum gelang eine sehenswerte Choreografie von Profis und Laien. Inzwischen hatten die Frauen vom „Projekt Aufbruch“ ein internationales Fingerfood-Büffet und die Landfrauen Berne/Stedingen ein zwanzig Süßspeisen umfassendes Dessertbüffet aufgebaut. Angesichts solcher Köstlichkeiten äußerte sich eine Besucherin: „Ein Schlaraffenland“ und eine andere kommentierte: „Die Teller sind zu klein.“ Etwas ungeduldig warteten anschließend die Schülerinnen und Schüler der Schulband auf die Rückkehr des Publikums, wollten sie doch mit ihrem ersten öffentlichen Auftritt zeigen, was sie in dem vier Länder übergreifenden Gemeinschaftsprojekt „Dracula-Rock-Show“ bereits vorweisen können. Und was sie zeigten, konnte sich durchaus schon sehen und vor allem hören lassen. Begeistert zeigte sich das Publikum auch für den Auftritt der Jazz-Tanz-Gruppe des Stedinger Turnvereins. Den musikalischen Schlusspunkt bildeten Joe Dinkelbach (Klavier) und Britta Dinkelbach (Gesang). „Hier wird gelebte Frauensolidarität gezeigt“, freute sich Stefanie Hanft beim Anblick der vielen Helfer, wie den Landfrauenvereinen Berne-Stedingen, Neuenkoop, dem Frauenkreis Neuenkoop sowie dem Frauenfrühstück Kulturmühle, die alle zum Gelingen des Gemeindefrauentages beigetragen haben.
Quelle www.NWZ-Online.de
 |